Die Geschichte der QSL-Karte: Damals und heute

QSL-Karten sind beinahe so alt wie der Amateurfunk selbst. Vor der QSL-Karte nutzten Funkamateure noch Briefe zur Übermittlung von Informationen, insbesondere über die Empfangsqualität ihrer Sendungen und der geographischen Ausbreitung eines Sendesignals. Da dies aber zunehmend aufwendiger wurde entwickelte sich bald die QSL-Karte.
Heute werden QSL-Karten als Nachweis von Funkverbindungen, zur Beantragung von Amateurfunkdiplomen genutzt und sind beliebte Sammlerobjekte.

Der Anfang der QSL-Karte

In den Anfängen des Amateurfunks sendeten Funkamateure, nach einer erfolgreichen Funkverbindung, einen handschriftlichen Brief an ihren Kontakt. In diesem Brief wurden alle relevanten Informationen und Beobachtungen vermerkt. Dabei wurden bereits Kürzel aus dem kommerziellen Telegrafiebetrieb übernommen. Während der Amateurfunk an Popularität gewann, wurden auch mehrere tägliche Funkverbindungen zunehmend üblicher. Das verfassen langer Briefe, mit allen Einzelheiten zur Verbindung, wurde deshalb mühseliger und zeitaufwendiger und die Briefe wurden immer formaler.
Bald begann man, anstelle von Briefen, Postkarten mit den wesentlichen Daten zu versenden. 1916 wurde das erste bestätigte Funksignal mittels Postkarte in den USA nachgewiesen. Die Idee der Postkarte fand schnell Anklang und wurde weiter ausgearbeitet. Aus normalen Postkarten wurden spezielle Karten, mit dem Rufzeichen, der Anschrift und weiteren ausfüllbaren Feldern – die QSL-Karten. Seitdem sind QSL-Karten aus dem Amateurfunk nicht mehr wegzudenken.

Beispiele alter QSL-Karten

Wer erfand die QSL-Karte?

Laut vieler Quellen, sowie dem offziellen Nachruf des britischen Amateurfunkverbandes RSGB, ließ William Edward Frederick Corsham, im Januar 1922 die erste QSL-Karte drucken. Corsham war Mitglied der Amateur Radio Research Association (ARRA) und der British Wireless Relay League (BWRL) und ein Alleskönner im Funkbetrieb.
Bereits während seines Militärdienstes beschäftigte er sich mit fast allen Funk- und Röhrensendern und Empfängern des Militärs.

Aber auch Don A. Hoffmann aus Akron (Ohio) hatte bereits im Jahre 1919 den ersten Vordruck einer QSL-Karte verwendet. Auf seinen zukünftigen QSL-Karten bezeichnete er sich selbst als Begründer des „QSL-Hypes“.
Zudem übernahmen viele Funkamateure, bei der Neuzulassung des Amateurfunks nach dem Krieg, Hoffmann‘s Vorschlag „Wie man eine QSL-Karte gestaltet“. Dieser Vorschlag erschien Ende 1919 als Leserbrief in der QST, einer US-amerikanischen Zeitschrift für Amateurfunk.

Beispiele für QSL-Karten im Retrodesign

Digitale QSL-Karten (eQSL)

Mit technologischem Fortschritt und zunehmender Nutzung des Internets gibt es mittlerweile auch neue Möglichkeiten im Bereich des Amateurfunks.
1998 entstand mit eQSL ein digitales System, welches gänzlich auf die QSL-Karten in ihrer herkömmlichen Papierform verzichtet und die Möglichkeit bietet, QSO-Bestätigungen in digitaler Form auszutauschen. Dabei werden die Daten der Funkverbindungen in einer Datenbank erfasst und abgeglichen. Das Spektraum an Amateurfunkdiplomen und der zu deren Erwerb benötigten Informationen kann jedoch nur schwer von der Software abgedeckt werden und zur Datenpflege ist die Mithilfe der Nutzer notwendig.

Auch wenn die QSL-Karten in elektronischer Form ein paar Vorteile bieten, lässt sich der Nostalgiewert einer gedruckten und per Hand ausgefüllten QSL-Karte und die Vorfreude auf den Erhalt nicht ersetzen.

Bis heute dienen QSL-Karten der formalen Bestätigung einer erfolgreichen Funkverbindung oder werden bei der Beantragung von Amateurfunkdiplomen benötigt… manchmal aber auch zur Verschönerung der Wände.

Beispiele für moderne QSL-Karten

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