Daten, Fakten und Statistiken im Amateurfunk

Hier finden Sie interessante Daten, Fakten und Statistiken zum Thema Amateurfunk, der Geschichte und den Mitgliedern.

Geschichte / Meilensteine

  • Am 28. November 1923 wurde die erste zweiseitige Funkverbindung hergestellt.
    Die Verbindung wurde zwischen einer amerikanischen und einer französischen Amateurfunkstation hergestellt.
  • Ab November 1924 wurden in Deutschland die ersten Versuchsender-Genehmigungen vergeben.
    Diese erhielten nur anerkannte Funkvereine. Da die Lizenzen nur von wenigen Funkamateuren genutzt werden konnten, kam es in der Zeit zu illegalen Funkbetrieb („Schwarzfunker“).
  • Sendegenehmigungen für Funkfreunde ab August 1933.
    180 Sendelizenzen für Funkfreunde wurden von der Deutschen Reichspost erteilt. Die Zahl der Amateurfunkstellen stieg bis 1939 auf etwa 600.
  • Ende der 1940er Jahre wurden die ersten mobilen Funkgeräte gefertigt.
    Dies gelang mit der Erfindung des Transistors und der schnellen Entwicklung der Halbleitertechnik.
  • 1960 wurde die erste zweiseitige Erde-Mond-Erde-Verbindung hergestellt.
    Der Mond diente dabei als passiver Reflektor.
  • 2006 wurden erstmals Signale der Sonde Voyager 1 empfangen.
    Aus einer Entfernung von 14,7 Mrd. km mit Hilfe der Sternwarte Bochum.
  • Vor der QSL-Karte nutzten Funkamateure Briefe und Postkarten.
    Da dies aber zunehmend aufwendiger wurde entwickelte sich bald die QSL-Karte.
  • Die erste QSL-Karte wurde im Januar 1922 gedruckt.
    (von William Edward Frederick Corsham)

Funkamateure und Clubmitglieder

  • Weltweit gibt es knapp drei Millionen Funkamateure.*
    Die meisten davon leben in den USA (779.000), gefolgt von Japan (436.000) und dem Vereinigtes Königreich (75.000).
    Gemessen an der Einwohnerzahl ist in Japan jeder 300., in den USA jeder 400. und im Vereinigten Königreich jeder 900. Bürger Funkamateur.
  • In Deutschland gibt es rund 72.000 Funkamateure und etwa 2.800 Clubstationen.
    Gemessen an der Einwohnerzahl entspricht das etwa jedem 1200. Bürger.
  • Die meisten Funkamateure in Deutschland gab es im Jahr 2002 mit 85.289.
    Seit dem Höchststand ist die Anzahl um 15,6 % auf 72.000 gefallen.
  • Das Durchschnittsalter der Funkamateure in Deutschland liegt bei etwa 60 Jahren.*
    Die meisten Funkamateure sind zwischen 50 und 75 Jahre alt.
  • Deutschlands größte Amateurfunkverbände sind der DARC und VFDB.
    Die Mitgliederzahl liegt beim DARC bei ca. 33.000 und beim VFDB bei ca. 2.000 Mitgliedern.
  • 1060 Teilnehmer bei Amateurfunkzeugnis-Prüfungen.*
    Davon haben 909 Personen die Prüfung bestanden. Das entspricht einer Durchfallquote von 14,25 %.

Sonstiges

  • Funkamateure sind fester Bestandteil des staatlichen Katastrophenschutzes.
    Diese können im Notfall Hilfe rufen, sowie bei Rettungs- und Hilfsmaßnahmen unterstützen, wenn herkömmliche Methoden zum Notruf ausfallen.
  • Der höchste von Funkamateuren genutzte Funkmast „Gartow 2“ in Höhbeck (Niedersachsen) ist 344 m hoch.
    Der Funkmast wurde von 1977 bis 1979 gebaut und Funkamateure betreiben hier eine Relaisstation für Amateurfunk-Fernsehen.
  • Das größte Radioteleskop der Welt ist das RATAN 600 bei Selentschukskaja (Russland)
    Das Teleskop hat einen Durchmesser von 576 Metern und eine Gesamtfläche von rund 20.000 m².
  • Die größte überbrückte Strecke bei einer Frequenz unter 9 kHz beträgt 7.257 km.
    2020 gelang der Weltrekord den Funkamateure Markus Vester, Tom Kölpin, und Bernd Wiesgickl aus der Oberpfalz.
  • Im Amateurfunk gibt es etwa 276 Abkürzungen.
    Diese gelten größtenteils auch international (davon 48 Q-Codes und 42 92-Codes).

* Stand 2020

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